News | 10. Juli 2024 | Marthe I. Eisner

Erfolgreicher Abschluss des Use Case ARAMOB

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Der gemeinsame Use Case: Erweiterung der Spinnen-Datenbank ARAMOB

Mit der Einführung der ARAMOB-Datenbank hat die Arachnologische Gesellschaft (AraGes) 2020 bedeutend dazu beigetragen, die Erforschung und den Schutz von Spinnenarten voranzutreiben. Im Rahmen des gemeinsamen Use-Case-Projekts wurde das Portal nun ausgebaut und stellt Wissenschaftler:innen und Naturschützer:innen inzwischen über 100.000 Datensätzen zur Verbreitung und zu den Lebensräumen von Spinnenarten zur Verfügung. Diese Daten sind Teil eines umfangreichen Netzwerks für Spinnenforschende, das von der AraGes im deutschsprachigen Raum im Austausch zwischen Experten und Laien unterhalten wird und auch den Atlas der Spinnentiere Europas umfasst, der bereits mehr als zwei Millionen Datensätze enthält.

Das ARAMOB-Portal bietet Nutzenden rund 120.000 Datensätze, die etwa 500.000 Individuen von 662 Arten an 1247 Orten umfassen.

„Spinnen sind in allen terrestrischen Lebensräumen zahlreich vertreten und gelten als wertvolle Indikatoren für den Zustand von Ökosystemen,“ erklärt Hubert Höfer, Abteilungsleiter Biowissenschaften am Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe. Durch die systematische Erfassung und Analyse ihrer Populationen ermöglichen die Daten wertvolle Einblicke in die Auswirkungen von Umweltveränderungen und Landnutzungen. Diese Erkenntnisse sind von entscheidender Bedeutung für den Schutz der Biodiversität und dienen etwa als Grundlage für die Erstellung von Roten Listen gefährdeter Arten sowie für die Entwicklung gezielter Schutzstrategien.

Zusammenarbeit mit NFDI4Biodiversity

NFDI4Biodiversity ist nicht nur ein Infrastrukturprojekt, sondern auch ein Netzwerk von Expert:innen, die zusammenarbeiten, um Synergien zu nutzen und gemeinsame Projekte umzusetzen. Im Rahmen des Use Case ARAMOB haben mehrere Partner kooperiert: das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe, das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart, das IT-Zentrum der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns und die Arbeitsgruppe Ökologie und Öxotoxikologie der Lebensgemeinschaften am Institut für Umweltforschung der RWTH Aachen. Diese Gruppe hat ökologische Daten systematisch aufbereitet und über das Portal ARAMOB öffentlich zugänglich gemacht.

Eine laufende Zusammenarbeit mit AraGes hilft bei der weiteren Datensammlung und -speicherung. Die arachnologischen Daten werden im Datenbanksystem Diversity Workbench verwaltet und veröffentlicht, wobei die Datenqualität gemäß den Standards der Arachnologischen Gesellschaft gewährleistet wird.

Sie möchten mehr über diesen Use Case erfahren? Ein detailliertes Porträt finden Sie hier.

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Marthe I. Eisner

Marthe ist als Kommunikationsmanagerin an der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB Göttingen) tätig und unterstützt seit 2020 den Aufbau der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Als Teil des NFDI4Biodiversity-Konsortiums konzentriert sie sich auf die Verbreitung relevanter Projektinformationen, erarbeitet in einem engagierten Team neue Kommunikationsformate und betreibt Öffentlichkeitsarbeit. Privat teilt Marthe ihr Leben mit zwei Kindern und einer Schildkröte.

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